Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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den Beſitz dieſes herrlichen Weibes vollends abgeſchnit⸗ ten. Wenn ich mich ihrer mit Gewalt bemächtigte?“

Ein kurzes Nachdenken mußte ihn wohl von der Unausführbarkeit auch dieſer letzten ihm aufgeſtiegenen Idee überzeugt haben.„Unmöglich!“ murmelte er.„Der Jeſuit würde Mittel und Wege finden, meinen Plan zu vereiteln und ſelbſt im Falle des Gelingens dieſer Schritt der Gräfin nur meine Antheilnahme an dem Morde ihres Geliebten verrathen, denn— ich kann mir das nicht länger verhehlen— er iſt ihr Geliebter.“

Er war in der ihn erfüllenden Unruhe von ſeinem Sitze aufgeſprungen, ſchon nach ein paar raſchen Gän⸗ gen durch das Zimmer blieb er jedoch vor dem einen Fenſter ſtehen und verſank von neuem in tiefes Nach⸗ ſinnen.

„Wenn ich nur wüßte, wie ich mit dem Jeſuiten daran wäre“, warf er ſich in Gedanken die Frage auf. „Die Kälte, mit welcher er meine geſtrige Mittheilung über das mit Knyphauſen getroffene Abkommen aufge⸗ nommen hat, wie überhaupt die ſeit dem erſten Tage ſeiner Ankunft hier gegen mich beobachtete Zurückhaltung laſſen darüber keinen Zweifel, daß er jetzt einen eigenen, von unſerer frühern Verabredung abweichenden Plan verfolgt; indeß worauf kann dieſer Plan gerichtet ſein?— Der Punker kommt noch immer nicht“ kehrte er ſich

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