Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

31

einſt ſchmeichelte es meinem Ehrgeiz, den Ruhm kühner Waffenthaten an meinen Namen zu knüpfen, doch ſeit ich Sie geſehen, wie fern liegt jene Zeit hinter mir! Wo wäre die Gefahr, der ich für den einen beſeligenden Gedanken, Sie zu beſitzen, nicht trotzen würde! Alle meine frühern Wünſche, alle Zwecke meines Lebens ſind in dieſen einen Wunſch aufgegangen. Und doch o, ich beſitze dieſe Kraft, durch welche ich mich, faſt ein Knabe noch, zu meiner jetzigen Stellung aufgeſchwungen habe, auch heute noch. Können Ruhm, Macht Sie in meine Arme führen, ein Wort von Ihnen, Olhmpia, und kein Ziel ſoll mir unerreichbar ſein. Nur ſeien Sie mein! O ſprechen Sie endlich dies kleine Wort, dies Wort, dem all meine Pulſe verlangend entgegenſchla⸗ gen, das mich zu dem Gipfel des Glücks erheben würde. Sprechen Sie: Ich liebe Dich!

Ach, all ihr Heiligen, ſie ſchießen ſchon wieder, ſtürzte unter Wehklagen und Händeringen die Duenna in das Zimmer.Die Geſchichte von geſtern geht von neuem los. Da, da ſchon wieder! Heiliger Antonio von Padua, heilige Gertrud, was beginnen? Und nicht mal einer von den Mannsleuten iſt bei uns zur Stelle! Gnädigſter Herr Herzog, ach, ſchützen Sie uns doch! Ah!

Eine ſchon ganz nahe krachende Salve und ein die⸗ ſelbe begleitendes furchtbares Geſchrei hatte die Alte im