Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1798)
Entstehung
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ſeyn. Du biſt der Allmaͤchtige, und es ſollte dir un⸗ moöglicher ſeyn, mich aus dem Grabe zu erwecken, als es dir war, mich aus dem Staube der Erde zu bilden, aus welchem ich ward? Nein! mit ſtand⸗ haftem Muth, mit freudiger Hoffnung nähere ich mich dem Grabe, ſehe in ſeiner Finſterniß Licht, weiß, daß ich zu jenem ewigen Tage wieder erwache, wo mir eine andere Sonne, als dieſe irdiſche, leuchtet, boffe, glaube alsdann nicht mehr, ſchaue dich, ſchaue Jeſum deutlicher, vollkommner, als ich dich und ihn hier erkennen kann, und bin ewig ſelig, unausſprech⸗ lich ſelig. Ja gewiß, meine Theuerſten, wollt ihr den Tod nicht ſcheuen, ſo denkt oft an Gott, denkt vernuͤnftig uber ihn nach, lernt ihn ohne Furcht, mit Freudigkeit des Glaubens und der Hoffnung denken. Moͤchte dieß alles doch unſer Herz ruͤhren, daß wir oft und gern uͤber Gott nachdenken! daß wir es mit Vernunft unter der Leitung der Stimme der Na⸗ tur und der Offenbahrung thun! Mochten wir die Pflichten getreu erfullen, von welchen dieſes Nach⸗ denken uns belehrt! Moͤchten wir ſodann auch ſeine ſeligen Folgen empfinden! Wie froh wuͤrden wir ſo⸗ dann leben, wie getroſt wuͤrden wir ſterben koͤnnen!

Annoch