Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1798)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ottes aus richtig und ennen ler⸗ über nach⸗ ehung auf ene Eigen⸗ Zerhältniß gen dieſes ntniß von leibenden s wirſt du er nie lie⸗ der keinen unen und r Freude,

em Wegl, ens Gott uſten, oſt ner Natur ſt die hres Ge⸗ . Dieß rehrung , echoht ern jum t ſchere velches et ehlern und

279

und Leidenſchaften ausſchmuͤckt. Dem Rachgierigen iſt Rache und Unverſoͤhnlichkeit nothwendige Eigen⸗ ſchaft der Gottheit. Der weiche Wolluͤſtige erblickt in dem Bilde der Gottheit nichts als Sanftmuth, Verzeihung und Gnade. Der unbeſonnene Leicht⸗ ſinnige leiht Gott ſeinen eignen Leichtſinn, und bildet ſich ein, daß er es mit ſeinen Fehlern und Thorheiten nicht ſo genau nehmen werde. Der ſtrenge Formu⸗ larchriſt beurtheilt Gott nach den Begriffen ſeiner Strenge, der Niemanden in ſeinem Himmel aufneh⸗ men wird, als denjenigen, der alles glaubt, was die Kirche glaubt. Wie verſchieden, wie abweichend, wie falſch ſind alle dieſe Vorſtellungen von Gott, und zu wie vielen ſchädlichen Folgen muͤſſen ſie die Ver⸗ anlaſſung werden. Willſt du dich vor ihnen bewah⸗ ren, mein chriſtlicher Freund, ſo entferne dich ſorg⸗ faltig vor der fuͤnften falſchen Art, uͤber Gott nach⸗ zudenken. Trenne die Eigenſchaften Gottes nie, ſon⸗ dern ſtelle ſie ſtets in die genaue Verbindung, in welcher ſie ſtehen. Huͤte dich, daß du nie ſeine Hei⸗ ligkeit und Getechtigkeit von ſeiner Liebe und Guͤte, nie ſeine Macht von ſeiner Weisheit trennſt. Er⸗ hebe keine dieſer Eigenſchaften zum Nachtheil der an⸗ dern, und erfreue dich nie der einen, wenn du Ur⸗ ſache haſt, die andere zu ſcheuen. Dieß wird dich für manchen ſchädlichen Irrthum bewahren. Wenn dir alles zuruft: Gott iſt die Liebe! ſo erinnere dich zugleich an den Zuruf jener hoͤhern Geiſter: Heilig! heilig! heilig iſt unſer Gott! Wenn dir die Offen⸗

bahrung ſagt: Gott will nicht den Tod des Suͤn⸗ ders;