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Dieſe Leiden und Truͤbſale, welche wir ſo ſehr fuͤrchten, welche wir ſo gern ganz entbehren moͤchten, ſind eine noch weit reichere Quelle des Segens fuͤr uns. Sie befeſtigen uns in dem Beſitz der Tugen⸗ den, durch welche allein wir uns der chriſtlichen Voll⸗ kommenheit nähern koͤnnen. Der edelſte, der beſte Menſch hat ſeine ſchwache Seite, ſeine gefährlichen Stunden des Schlummers und der Erſchlaffung, in welchen er jeder Verſuchung der Sinne leicht unter⸗ liegt. Bey dem waͤrmſten Entſchluß, der Tugend treu zu ſeyn, reitzt uns doch oft die ſo lockende Stim⸗ me der ſinnlichen Luſt, und ſie reitzt uns nie mehr, als wenn unſere Tage ganz heiter, ganz unumwoͤlkt von Sorgen und Kummer, von Schmerz und Trau⸗ rigkeit ſind. Dann merken wir leichter auf ihre ver⸗ fuhreriſche Stimme, und leichter ſchleicht ſich die ſuͤndliche Begierde in unſer, der Freude und dem Vergnuͤgen geoͤffnetes, Herz. Jeder Wunſch, der uns gelingt, reißt uns hin zu neuen Wuͤnſchen. Je gluͤcklichee wir ſind, deſto ſtolzer ſehen wir auf andere Menſchen herab, deſto geſchwinder vernachläßigen wir jede Pflicht, welche uns in dem ſo frohen Genuß dieſes Gluͤcks ſtoͤren oder aufhalten würde. Aber wenn dieſer ſo lachende Himmel des Gluͤcks ſich truͤbt, wenn der Unbeſtand aller irdiſchen Guͤter uns an ihre Nichtigkeit, an ihren geringen Werth erinnert, wenn Leiden und Truͤbſale uns den Genuß dieſer Guͤter ver⸗ bittern, dann werden wir den gefaͤhrlichen Weg ge⸗ wahr, auf welchem wir wandeln, dann ſieht der auf ſich ſelbſt aufmerkſame Chriſt, wie leicht ſein edelſtes
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