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Nur der Chriſt allein iſt immer froh, immer heiter, nur er genießt einer ungeſtoͤrten Gluckſeligkeit. Dieß lehrt man uns ſo oft; und nach den deutlichſten Zeuz⸗ niſſen Jeſu und ſeiner Apoſtel iſt dieſe Behauptung auch allerdings wahr. Selbſt unſer eignes Herz, unſere eigne Erfahrung kann uns von der Wahrheit dieſer Behauptung uͤberzeugen, wenn wir gluͤcklich genug ſind, den innern Werth des Chriſtenthums zu kennen, und ſeine Kraft zu empfinden. Von der andern Seite iſt es aber doch auch wahr, daß groͤß⸗ tentheils dem Chriſten mehr Leiden und Kuͤmmerniſſe zu Theil werden, als einem andern Menſchen, deſſen Herz nur ſchwach oder gar nicht die Vorſchriften der Lehre Jeſu zu befolgen geneigt iſt. Der Apoſtel ſagt in unſerm Text: Weichen der Herr lieb hat, den zuchtiget er; er ſtaupet aber einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. Und unſer Herr ſelbſt ruft uns zu: Wer mem Juͤnger ſeyn will, der nehme ſein Kreutz auf ſich! Ja, meine Geliebten, ich verheimliche es euch nicht, der Stand des Chriſten iſt bey aller Heiterkeit und Ruhe der Seele, die er uns ſchenkt, ein muͤhſeliger, oft ſchmerzhafter Zuſtand. Er iſt zugleich ein Stand des Kampfs wider unſere liebſten Neigungen, ein Stand der Entbehrung des Gluͤcks und der Freuden, ein Stand der Erduldung von man⸗ cherley Beſchwerden, die der Freund der Welt nicht kennt, nicht empfindet, und nie iſt es moͤglich, einen hohen Grad der chriſtlichen Vollkommenheit zu erlan⸗ gen, ohne darzu durch Leiden und Truͤbſale fäͤhig ge⸗ worden zu ſeyn. Wollt ihr euch alſo entſchließen, aufrich⸗
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