Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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eine weitlaͤufige willkuͤhrliche Theorie von dieſem Ge⸗ genſtand gegeben, und ſelbſt Grundſaͤtze der buͤrgerlichen Geſetzgebung gegen Verbrecher, die hier gar nicht an⸗ wendbar ſind, auf ſelbigen uͤbergetragen, Gott zum Rich⸗ ter, Chriſtum zum Advokaten, den Menſchen zum Be⸗ klagten, den Teufel zum Anklaͤger, die Suͤnde zum Verbrechen gegen Gott gemacht, und alles nach der gewoͤhnlichen Rechtsform bis auf den Urtheilsſpruch verabhandelt haben. Dieß muß nothwendig die ſon⸗ derbarſten, irrigſten, ſchaͤdlichſten Begriffe veranlaſſen. Wenn auch gleich in unſern Zeiten dieſe Methode ſelt⸗ ner wird, ſo hat man ſie doch noch nicht ganz verlaſſen, und diejenigen, welche dieſe Methode verlaſſen haben, haben ſie oft mit einem andern Irrthum vertauſcht. Rechtfertigung des Suͤnders vor Gott, beſteht in nichts mehr, und in nichts weniger, als in gaͤnz⸗ licher Aufhebung des Einfluſſes der Folgen der Suͤnde auf das kuͤnftige ewige Schickſal des Suͤnders nach dem Tode. Dieſe Aufhebung bewirkt, daß der Menſch wieder faͤhig iſt, die Beſtimmung zu erreichen, zu welcher er urſpruͤnglich von Gott erſchaffen war, von Stuffe zu Stuffe der Vollkommenheit fortzuſchreiten, und ſich der Aehnlichkeit mit Gott jemehr und mehr zu naͤhern. Dieſe Rechtfertigung geſchieht durch An⸗ nehmung und Befolgung der Lehre Jeſu, und dieß Mittel iſt hierzu hinreichend, wegen desjenigen, was Jeſus fuͤr das menſchliche Geſchlecht, gethan, gelehrt und gelitten hat. Sie erfordert von Seiten des Men⸗ ſchen, Vorſatz gut zu handeln, und das eifrigſte Be⸗ ſreben, dieſen Vorſatz auszufuͤhren. Von Seiten

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