Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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tismus, euch keinen Lutheriſchen Athanaſius, duich den Machtſpruch: Wer da will ſelig werden, der muß glauben ic. verdammen zu laſſen, ſondern in der Stille zu pruͤfen, und dasjenige, als Lehre Chriſti zu glauben, was ihr der heiligen Schrift gemaͤß fin⸗ det. Freylich werdet auch ihr irren, und dieß, ſo viel möglich, zu vermeiden, muͤßt ihr alſo alle Muͤhe an⸗ wenden, euch eine richtige auf Vernunft und Offen⸗ barung gegründete Kenntniß desjenigen, was Chriſtus und ſeine Apoſtel wirklich gelehrt haben, zu erwerben. Ich geſtehe es euch, dieß iſt ſchwer. Ich will euch in⸗ deſſen den Weg zeigen, den ich gewandelt bin, um zu verſuchen, in wie fern ich dieſe Kenntniß erlangen koͤnnte. Glaubt nicht, daß ich ſo ſtolz bin, zu urtheilen, daß dieſer Weg der richtigſte ſey, daß ich auf ihm mich nie von der Wahrheit verirrt habe. Ach tauſend Jerthü⸗ mer ſind vielleicht mein Theil. Wandelt indeſſen nur vorſichtig, und pruͤft ſelbſt. Laßt uns alſo den Weg, der uns der richtige zu ſeyn ſcheint, gemeinſchaftlich auf⸗ ſuchen und verfolgen. 5 Was ſind richtige Religionsbegriffe des Chri⸗ ſten, und wie ſind ſie zu erlangen?

Ihr fuͤhrt den Namen Chriſten, weil ihr euch zu der Religion bekennt, die Chriſtus und ſeine Apoſiel gelehrt haben. Eure Religion gruͤndet ſich alſo auf die Lehre Jeſu und ſeiner Apoſtel. Die Frage muß euch alſo allerdings wichtig ſeyn: Was heißt: einen richtigen Begriff von der Religion haben, zu der ich mich bekenne? Und wie muß ich mit