Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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lich zu machen, Hang, aus der Offenbarung alles,

was der Vernunft anſtoͤßig ſcheint, weg zu vernuͤnfteln,

ſtaͤrkere Anhaͤnglichkeit am Formularglauben, Anhaͤng⸗ keit an philoſophiſche Syſteme, Zweiſelſucht, und Nachbetung, werden in unaufhoͤrlichem Kampf mit einander bleiben, und Irreligion und Aberglaube werden aus dieſem Kampf neue Kraͤfte ſammeln. Der Theil, der ſich aufgeklaͤrt zu ſeyn duͤnkt, wird uͤber ſeiner Aufklaͤrung vergeſſen, wie ſchwach und einge⸗ ſchraͤnkt ſeine Vernunft iſt, und den nachbetenden Theil des ſo genannten gemeinen Mannes, werden Eigennutz und Politik nie zu einer wahren Aufklaͤrung gelangen laſſen.

Dieß iſt freylich ein ſehr ſchattenreiches Ge⸗ maͤhlde der Religionsperhaͤltniſſe unſers Zeitalters und der kuͤnftigen Zeiten, aber es iſt leider! wahr. Fuͤrch⸗ tet indeſſen nicht, daß wahre Chriſtusreligion, ſo viel ſie auch bisweilen in einzelnen Theilen leiden moͤchte, im Ganzen dadurch verlieren wird. Vielmehr wird ſie dadurch gewinnen, und den Erfahrungsſaß von neuem beſtaͤtigen, daß die Weisheit Gottes nie erman⸗ gelt, aus der Maſſe des Boͤſen, Kraft und Nahrung zu hoͤherm Wachsthum des Guten zu bereiten. Durch alle dieſe Gaͤhrungen, wird aͤchte Chriſtusreligion ge⸗ reinigek, und zu groͤßerer Vollkommenheit entwickelt werden. Nie kann man zuperlaͤſſig entſcheiden, was wirklich Wahrheit iſt, als wenn dieſe Wahrheit zu⸗ vor von allen Seiten angegriffen und beſtritten worden iſt. Aus den langwierigſten und blutigſten Kriegen entſprießt der dauerhafteſte Friede. Auch chriſtliche

Ein⸗

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