Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Ja haltet ſie feſt, die Here, die Verrätherin, ſicher hat ſie uns auch verrathen!

Ein Hauße eilte auf Ruſalka zu, und ſtellte ſich um ſie her, indeſſen Hynek von Lichtenburg ebenfalls nahe heran ritt.

Sprich, du Verruchte! redete er die Bedrängte an;haſt du mir nicht ſtatt eines Liebestrankes Gift für die Königin Kunigunde gegeben?

Ruſalka ſtarrte ſtumm und regungslos vor ſich nieder.

Jetzt wandte ſich Hynck zu der Menge:

Ich will es Euch geſtehen, Ihr Männer, daß ich das unglückſelige Wertzeng der verruchten That gewe⸗ ſen. Dieſes teufliſche Weib hat mir's angethan, daß ich in ſträflicher Liebe zu der edlen Königin Kunigunde ent⸗ brannte und dann, als ich die raſende Leidenſchaft zu ſtillen Hülfe bei der Zauberin ſuchte, mir einen Trank gegeben, der mir die Gegenliebe der Königin gewinnen ſollte. Ihrer Vorſchrift gemäß gab ich den Trank in den Wein der hohen Frau die augenblicklich davon verſchied!

Und zu Ruſalka gewendet rief er;

Iſt es nicht ſo? läugne, wenn du kannſt! Ruſalka erhob ihr Angeſicht und erwiederte: Ich läugne nicht aber Ihr Männer von Prag,