Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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erhörte ſie; er ſandte dem Lande einen Retter in der Perſon eines weiſen und mächtigen Mannes. Er gab ihm des Landes Königin zum Weibe und die Macht der Krone in ſeine Hand. Ihr kennt den Mann ſein Name ſtand noch vor Kurzem mit Flammenzügen in Euren Herzen geſchrieben. Die Männer riefenSlawa! wenn er ſich ſehen ließ, und die Weiber lehrten ihren Kindern den Namen Zawiſch mit frommer Ehrfurcht ausſprechen. Denn er hat mit ſtarker Hand das Unrecht zu Boden geſchlagen und das Recht aufgerichtet, die Zwietracht gebannt und Frieden geſtiftet und die golde⸗ nen Tage Libuſſa's erneueten ſich unter ſeiner milden Herrſchaft. Könntet Ihr das vergeſſen? Iſt Einer unter Euch, dem er nicht Oel in ſeine Wunden geträufelt, dem er nicht die Wohlthat des Rechtes und weiſer Geſetze zu Theil werden laſſen? Soll die Welt mit Fingern auf das Böhmenvolk weiſen und ſagen:ſeht da, was für ein undankbares Volk. Gott wollte Eure Herzen prü⸗ fen ob Ihr der Wohlthaten werth ſeiet, die er Euch durch dieſen Mann erwieſen; darum ſandte er ihn auf eine Zeit fort von hier und ein kurzes Trübſal über Euch. Ihr Männer von Prag, denkt an Eure Weiber und ſchuldloſen Kinder, beſchwöret nicht das Unheil über ſie herauf durch ſchnöden Undank gegen die Wohl⸗ haten Gottes. Geht ruhig heim; harret in Geduld noch