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Prohaska.„Wir ſollen ſo hohe, edle Herren, ſollen ſogar den hochwürdigſten Oberhirten unſerer Kirche in Haft nehmen, ohne daß wir wiſſen warum, ohne daß eine be⸗ ſtimmte Anklage gegen ſie vorliegt? Haſt du eine ſolche vorzubringen?“
„Ich bin keine Anklägerin,“ entgegnete Ruſalka,
„ſondern nur eine Warnerin. Ich weiß, daß das Land
in der äußerſten Gefahr ſchwebt, und daß die zeitweilige Verhaftung der genannten Männer, zu welchen Ihr vielleicht noch den Zinngießermeiſter Pſtroß fügen könnt, hinreicht, die Gefahr abzuwenden. Ich beſchwöre Euch bei dem Wohl Eures Vaterlandes, und bei dem Heile ſeines großen Wohlthäters, hört auf meine Stimme, folgt meinem Rathe, aber ohne Säumen, auf der Stelle — morgen iſt es vielleicht zu ſpät!“
Sie ſprach dies mit ſo ergreifendem Tone und fei⸗ erlich ernſtem Geſichtsausdruck, daß die vor ihr ſitzenden Herren doch davon bewegt wurden, und einander bedeu⸗ tungsvoll anblickten..
Nach einigem Nachdenken ergriff der Vorſitzende wieder das Wort und ſagte zu Ruſalka:
„Tritt jetzt ab— wir werden deine Worte reiflich in Erwägung ziehen. Jedenfalls wird das Sechsmän⸗ neramt ſeine Wachſamkeit verdoppeln und insbeſondere
„Dein Begehren grenzt an Wahnwitz,“ erklärte 9


