Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Aber gerade dieſer Verkehr wurde von ihm am we⸗ nigſten beargwöhnt, denn die erwähnten Meiſter galten allgemein für ruhige, ordnungliebende Bürger, und in der That verhielten ſich gerade dieſe ſcheinbar am ruhig⸗ ſten in der ſonſt allgemein wahrnehmbaren Aufregung, deren Hauptſitz man in den leichtbeweglichen niederſten

Volksklaſſen ſuchte.

Zwei Augen nur gab es, die heller ſahen als die ſonſt ſo geübten Augen des Sechsmänneramtes das waren die Augen Ruſalka's. Dieſe verließ jetzt öfter als ſonſt ihre einſame Behauſang.

Täglich ſah man ſie, ihr Knäblein auf der Hand führend oder auf dem Arm tragend, in den Straßen von Prag.

Wo ſie ſich zeigte, blieben die Leute ſtehen, und wenn ihr auch viele ſcheu auswichen, ſo ſahen ſie ihr doch aus der Ferne nach, bis ſie ihren Blicken entſchwand, indem ſie entweder in irgend ein Haus ging oder um ein Ecke bog.

Seit einiger Zeit ſah man ſie täglich über den Ring nach dem Teynhofe, wo das Sechsmänneramt ſeine Sitzun⸗ gen hielt, gehen.

Dem Meiſter Pſtroß war dies aufgefallen, und er hatte ſelbſt gegen den einen oder andern ſeiner Nachbarn ſein Befremden darüber geäußert. Was konnte die arge