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Um die Aufmerkſamkeit des Sechsmänneramtes nicht auf ſich zu lenken, hielten ſie ſich möglichſt verbor⸗ gen und kamen nur des Nachts bei Diepold zuſammen.
In einer ſolchen Zuſammenkunft theilte Dieopold keinen Genoſſen mit, daß das Mißvergnügen mit der witkowetziſchen Herrſchaft unter der Bürgerſchaft den höchſten Grad erreicht habe und daß es nur eines An⸗ ſtoßes bedürfe, um es in helle Flammen ausbrechen zu laſſen.
„Wir müſſen dieſe Stimmung nützen—“ fügte er hinzu—„eine ſo günſtige Gelegenheit zum Sturz der Feinde kommt vielleicht nicht wieder. Nichts iſt jetzt leichter als ein Handſtreich gegen die Verhaßten. Wir erregen einen Volksaufſtand, ſtellen uns an die Spitze einer Schaar kühner Männer, bemächtigen uns der gan⸗ zen witkowetziſchen Sippe in Prag, beſetzen ihre Aemter mit unſern Leuten, laſſen jenen als Verräthern den Pro⸗ zeß machen und rufen den Kaiſer an, daß er uns unſere rechtmäßige Königin zur Verweſung des Reiches ſende.“
Dee Vorſchlag gefiel den Uebrigen und man kam überein ihn in Ausführung zu bringen.
Bawor brachte zur Sprache, daß ſich ſchwer genng geeignete Herren in Prag finden würden, um alle zur Erledigung gelangenden Reichsämter zu beſetzen. Ihrer,


