Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Verantwortung und ſelbſt zur Strafe zog, ſo wurd da⸗ durch doch die Quelle der Unzufriedenheit nicht verſtopft. Das fühlte auch der Oberſtburggraf Hroznata, welcher dem Sechsmänneramte jedes Vorgehen gegen ſolche Schreier unterſagte und lieber auf Belehrung des Vol⸗ tes über die Grundloſigkeit der ausgeſtreuten Gerüchte hinwirkte.

Mit großer Befriedigung nahmen Zawiſch's Feinde die unter der Bürgerſchaft überhand nehmende Unzufrie⸗ denheit war. Bohuslaw von Klingenberg ſandte im Ein⸗ verſtändniß mit dem Biſchof Tobias Boten an die Schwä⸗ ger des Königs Burkhardt von Janowitz und Bawor von Strackonitz, und lud ſie ein, eiligſt nach Prag zu kom⸗ men.

Mittlerweile verſäumten jene Beiden nichts, um die Unzufriedenheit gegen Zawiſch und die Witkowetze über⸗ haupt zu erhöhen und die Sehnſucht des Volkes nach den goldenen Tagen, welche die junge Königin über Böh⸗ men, zumal über Prag heraufführen wollte, bis zur Un⸗ geduld zu ſteigern.

Burkhardt von Janowitz und Bawor von Stracko⸗ nitz fanden ſich gleichzeitig mit Diepold von Rieſenberg, der von Brünn aus einen Abſtecher auf ſeine Güter ge⸗ macht hatte, in Prag ein.