Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Pſtroß rief ſeinen Lehrling und befahl ihm den neu⸗ gefertigten Weinkrug in das Roſenhaus zu tragen und dem Haushofmeiſter Jodok zu übergeben. Dann ſteckte er ſeine grüne Werkſchürze halb in die Höhe, ſetzte ſeine Kappe auf und ging in den benachbarten Schwertfeger⸗ laden, wo er der anweſenden Meiſterin erzählte, welches Glück ihm eben wiederfahren und welche ſchöne Ausſich⸗ ten für den allgemeinen Geſchäftsgang in Prag vorhan⸗ den wären.

Aber damit begnügte ſich Pſtroß noch nicht, er be⸗ eilte ſich die troſtreiche Botſchaft noch in. manche ſtille Werkſtatt zu bringen; und wie ein Lauffeuer verbreitete ſich die Nachricht von dem baldigen Einzug des königli⸗ chen Paares in der ganzen Stadt und erfüllte die ver⸗ zagten Herzen der Gewerbetreibenden mit frendiger Hoff⸗ nung. 3

Deſto größer war die Niedergeſchlagenheit und Miß⸗ ſtimmung, als nach einigen Tagen der Biſchof Tobias von Brünn zurückkehrte und ſtatt einer Beſtätigung der frohen Nachricht gerade das Gegentheil davon mitbrachte. Bald hieß es in der ganzen Stadt, der König ſei weiter als je, davon entfernt, ſein Gemalin heimzuholen, denn er ſei in die Netze einer Buhlerin verſtrickt, in deren Armen er die angetraute Gattin und die Pflichten des Regen⸗ ten ganz vergeſſe, das ſei aber das Werk ſeines Stief⸗