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wenn ſie in dieſer Richtung etwas thun könne, ſo ſolle ſie es ja nicht unterlaſſen; er wolle auch ſein Brüderchen um ſo reichlicher bedenken.
Plötzlich blitzte in Kunigunden's Seele ein Ge⸗ danke auf.
Das Zerwürfniß mit der Kirche blieb denn doch immer noch als ein Stachel im Herzen ihres Sohnes zurück. Dieſer konnte den kaum geſchloſſenen Riß auf's Neue öffnen.
Mußte man nicht Alles aufbieten, um dies zu verhindern, ſowohl um des häuslichen Friedens, wie um des Wohles des Vaterlandes willen? Ließ ſich nicht vielleicht die Tochter Ben Baruch's ihr Kind um einen guten Preis abkaufen? Welcher Preis war denn zu hoch, um damit das Glück des Königs, ihres Gemals, ihres kleinen Lieblings und ganz Böhmens zu erkaufen? Und war es nicht auch zugleich ein frommes, gottgefäl⸗ liges Werk, wenn ſie eine Seele vom Verderben erret⸗ tete? Denn was Kunigunde aus dem Munde Ben Ba⸗ ruch's über ſeine Tochter vernommen, ließ dieſe nicht als eine Mutter erſcheinen, welche ihr Kind für den Himmel erziehen werde. Sie beſchloß, mit der Zauberin in Unterhandlung zu treten, und nach ihrer ſanguiniſchen Natur an den


