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Wort. Hoch über dem perſönnlichen Intereſſe ſteht mir das Intereſſe der glorreichen Roſe. Denkt zurück und Ihr könnt mir das Zeugniß nicht verſagen, daß ich das Wohl der Roſe ſtets meinen perſönlichen Wünſchen vor⸗ angeſtellt habe. Mein ganzes weiteres Leben beweiſt, daß ich nichts für mich erſtrebt, was nicht dem ganzen Ge⸗ ſchlechte der Witkowetze zu gute gekommen. Aber über dem Geſchlechte ſteht das Vaterland. Darin ſind wir ge⸗ wiß alle einig; und das iſt ja gerade unſer Stolz, daß wir uns ſagen können: indem wir Witkowetze waren, waren wir jederzeit gute Böhmen. Der iſt ein entarteter Schößling unſeres edlen Stammes, der nicht die Ehre und das Heil desſelben in der Ehre und dem Heil des
Vaterlandes ſucht. Das Vaterland über Alles! das muß
unſer Wahlſpruch ſein. Von dieſem Wahlſpruch geleitet, habe ich gehandelt, wie ich Euch berichtet. Noch blutet unſer Land an tauſend Wunden, die ihm der wilde Bür⸗ gerkrieg geſchlagen. Wohl uns, daß wir uns das Zeug⸗ niß geben dürfen: wir haben ſie nicht mit verſchuldigt, wir haben nur Alles gethan, um ſie zu heilen. Als wir uns gegen die Uebergriffe und Gewaltſtreiche der könig⸗ lichen Macht unter dem Helden Otokar erhoben, da tha⸗ ten wir es als gute Böhmen, als berufene Hüter der Ehre und Freiheit des Landes. Das Köntgthum mußte in ſeine Schranken zurückgeworfen werden, ſollte das


