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nichts vorgefallen wäre, und Zawiſch war viel zu ſtolz, um erſt noch einen Groll zu zeigen.
Als Wenzel ihm das Schreiben Dietrichs von Neu⸗ haus übergeben, und er es flüchtig durchgeleſen hatte, ſagte er:.
„Es wird mir jetzt gar nicht ſchwer fallen, der Em⸗ pörung Meiſter zu werden. Meine Vettern ſind eben in großer Anzahl hier anweſend; es koſtet mich nur ein Wort ſie zu einem Zuge gegen die Empörer zu bewegen. In vierzehn Tagen können zehntauſend Mann nach Mähren und tauſend Mann gegen Taus auf dem Marſche ſein. An die Spitze der letzteren werde ich meinen Bruder Wok ſtellen; den Tanz gegen Herrn Nikolaus werde ich ſelbſt mitmachen.“
„Ja, thut das,“ rief der König freudig—„Ihr erkämpfet Euerm Sohn, meinem lieben Brüderchen, ein Fürſtenthum. Denn ſo wahr ich König von Böhmen bin, ſo wahr ſoll mein Bruder Jeſſek Troppau als eigenes Fürſtenthum zum Lehen erhalten! Ihr ſeid Zeuge, hoch⸗ würdigſter Kanzler!“
Der Kanzler verneigte ſich zum Zeichen der Be⸗ ſtätigung.
„Es iſt jedes Vaters Pflicht, für die Zukunft ſei⸗ ner Kinder zu ſorgen,“ ſagte Zawiſch;„ich nehme daher


