Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Der Zwieſpalt zwiſchen ihrem Sohne und ihrem Gemahl ängſtigte ſie je länger je mehr.

Obgleich die Verhandlung der Witkowetze mit ih⸗ rem Haupte ihr ein Geheimniß blieb, ſo ahnte ſie doch mit dem den Frauen, ſo eigenthümlichen Ahnungsvermögen, daß dieſelben irgend etwas vorhatten, was der früheren Geſchichte des ſtolzen Geſchlechtes entſprach.

Einzelne Aeußerungen des Unmuths, welche ihrem Gatten entfallen waren, hatten ihr deutlich genug ver⸗ rathen, wie tief verletzt er ſich durch das Betragen des Königs fühlte.

Wenn die entſtandene Kluft nicht ſchnell ausgefüllt wurde, wie leicht konnte jetzt der alte Haß der Roſe ge⸗ gen die Haſelſtande ſich ihrer bemächtigen, um ſie zu erwei⸗ tern und jede Verſöhnung unmöglich machen!

Jener Haß hatte ſich vor dem größten und mäch⸗ tigſten Przemysliden nicht gefürchtet, er hatte nicht ge⸗ ruht, bis der königliche Held Krone und Leben verloren wehe dem ſchwachen, ſeines Vaters ſo wenig würdi⸗ gen Sohne, wenn derſelbe verderbliche Haß auf ihn über⸗ tragen wurde!

Zwar ſagte ihr ihr Herz, daß Zawiſch um ihret⸗ willen den Sohn ſchonen und dem Haß Zügel anlegen werde aber konnte ſie nicht vor ihrem Gemahl von