zu uns geſtanden, iſt gar zu dem Todfeind übergegan⸗ gen und ſonnt ſich in ſeiner Gunſt—“
„Oder vielmehr in der Gunſt der buhleriſchen Kö⸗ nigin,“ fiel Zbiſlaw ein,„ſie hat's ihm angethan mit ihrer vermaledeiten Schönheit.“
„Glaubt Ihr, daß ſie ihm je eine Gunſt erwieſe?“ fragte Kraſſow.
„Was weiß ich?“ erwiederte jener—„er bildet ſich wenigſtens ein, bei ihr in Gunſt zu ſtehen und hofft auf Zawiſch's Tod.“
„Doch iſt Zawiſch nur wenig älter als Hynek von Lichtenburg,“ warf Kraſſow ein—
„Hynek hat nicht vergeſſen, daß Kunigunde von Halic ihren königlichen Gemahl in den Tod zu ſchicken wußte, als ſie ſeiner überdrüſſig und des Buhlen Zawiſch gewiß war.“
„So meint Ihr, ſie habe ihn darum angetrieben, den Frieden mit Rudolf von Habsburg zu brechen, um ihn loszuwerden?“
„Könnt Ihr daran noch zweifeln?“ verſetzte BZbiſlaw.
„Man hat doch keine Beweiſe für ſo grauſen
Verrath—“


