Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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dem er ſich danach umſah, gewahrte er einen neu heran⸗ kommenden Reiter in der leichten zierlichen Tracht eines Ungarn und von einer Geſichtsbildung, welche Zeugniß ablegte, daß der Mann die Tracht mit allem Rechte trug.

Ein Fluch polterte über Kraſſows wulſtige Lippe. Ihm bangte, er möchte gar hier eingekeilt werden.Zu⸗ rück! ſchrie er den Ungar an;zurück! was wollt Ihr hier? ſeht Ihr nicht, daß der Paß hier verſtopft iſt?

Der Ungar ſchien aber den Zuruf nicht zu verſte⸗ hen, er ritt nahe an den feiſten Reiter heran. Dieſer er⸗ goß nun die Schale ſeines Zorns in Flüchen und Schimpf⸗ wörtern, oder vielmehr, er wollte ſie darin ergießen, denn kaum hatte er einen böhmiſchen Kernfluch ausgeſtoßen, als ſich blitzſchnell etwas wie eine Schlange um ſeinen Hals wand, ihm die Kehle zuſammenſchnürte und den feiſten Koloß ſeines Leibes hinterrücks niederrieß. Der Ungar hatte ihm ſeine Schlinge dieſe furchbare Waffe der Söhne Arpads über den Kopf geworfen und mit ſehnigem Arm daran gezogen. Kraſſows Pferd, die wuch⸗ tige Laſt ſeines Reiters plötzlich an einer ganz unge⸗ wohnten Stelle, auf dem Kreuze fühlend, bäumte ſich jetzt hoch empor und Kraſſow glitt auf den Boden. Blitz⸗ ſchnell erhob ſich der Ungar auf ſeinem leichten Gaul, eine ſchnellende Bewegung brachte ſeine Füſſe auf den