Erſtes Capitel.
„Da liegſt du wieder vor mir, du mein hochgelob⸗ tes Prag. Deine hundert Thürme winken mir freund⸗ lichen Gruß und aus deinem Häuſermeer ſteigen Säulen gaſtlichen Rauches empor, mich ladend zum traulichen Herd; aus dem wunderlich geſchlungenen Netz deiner krummen Straßen rauſchen Töne raſchpulſirenden Le⸗ bens an mein Ohr und mir iſt, als vernähme ich hin⸗ durch die Stimme der Moldau. Wie das Alles mein altes Herz beſtrickt, wie es mit Einemmale Alles in weite Ferne rückt, was noch vor wenig Stunden unauflöslich mit meinen Selbſt verknüpft zu ſein ſchien, wie es Jahre aus meinem Leben ſtreicht— nein, wie es mit zauberi⸗ ſcher Hand eine goldene Brücke über die Jahre der Ver⸗ bannung baut und das ſelige Einſt mit dem hoffnung⸗ reichen Jetzt verbindet!“
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