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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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konnte nicht fragen, ob ſie ſich über ihren Sohn freue. Statt deſſen fragte er ſie:Mit was für einer Dirne ſoll ſich denn Ihr Sohn vergriffen haben, liebe Frau?

Ei denk' Er nur, Herr Magiſter, gerade mit der ſchlechteſten, die es auf Gottes Erdboden gibt, mit der Helbig Dore, die ſie geſtern als Diebin ein⸗ geführt haben, wie mir mein Sohn jetzt ſagte.

Aber Ihr Sohn leugnet das Verhältniß mit der Helbig Dore?

Freilich! er hat ſie nie geſehen, ehe er jetzt hierher kam. Ich konnte mir's auch nicht denken, er hat immer auf ſeine Ehre gehalten, mein Fritz.

Theophilus wußte genug. Er warnte die Frau noch vor einem liebloſen und ungerechten Urtheil über die arme Helbig Dore und ließ ſie in Frieden ziehen.

Dann ging er ſtracks dem Sekretär nach. Er fand ihn auf ſeinem Zimmer.

Ich habe ein ernſtes Wort mit Ihnen zu re⸗ den, Herr Oeſterreich, redete er ihn an,ich ver⸗ lange Aufrichtigkeit von Ihnen und glaube ein Recht dazu zu haben: Haben Sie die Dore Helbig nicht früher gekannt?

Der Gefragte ſenkte die Blicke und erröthete