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Die Gräfin ſah den Zug von ihrem Zimmer aus kommen.—
Weil der Mond gerade in ihr Schlafzimmer ſchien, hatte die Gräfin ſeit ein paar Nächten in dem daranſtoßenden Zimmer ihr Lager aufgeſchlagen. Immer aber litt ihr Schlaf durch den Einfluß des Mondes, und ſo hatte ſie auch dieſe Nacht ſehr un⸗ ruhig geſchlafen. Nach Mitternacht hatte ſie im Schlaf⸗ zimmer ein Geräuſch vernommen. Sie war aufge⸗ ſtanden und an die Thüre geeilt, um zu lauſchen. Da hatte ſie deutlich Schritte und Gemurmel gehört, ſchnell mit einem Lichte ſich waffnend, war ſie in das Schlafzimmer getreten, der Luftzug hatte ihr zwar das Licht ausgelöſcht, aber ſie hatte doch deut⸗ lich geſehen, wie ein Mann zum Fenſter hinausſtieg und ein Frauenzimmer ihm ein Käſtchen nachreichte. Sie war mit Hilferufen hinzugeeilt, aber das Frauen⸗ zimmer hatte ſie zu Boden geſchlendert und war zur Thür hinausgerannt. Sie hatte ſich zwar aufgerafft und war ihm nachgeeilt, ſie hatte es auch den Kor⸗ ridor entlang und die Treppe hinabjagen ſehen, aber ehe ſie in den Hausflur gekommen, war es verſchwun⸗ den geweſen. Sie hatte nun im Hauſe Lärm gemacht, die erſte Perſon, die ihr hierauf entgegengekommen, war die Zofe geweſen, welcher der Koch gefolgt war,


