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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Helbig Dore als ehrliche Butterfrau, die nur gute Waare und gutes Gewicht auf den Markt bringt

Und die Akziſe betrügt fiel der Akzisin⸗ ſpektor einich kenne Euch, Kühnheider, es iſt keine gute Faſer an Euch. Mach' auf Deinen Korb, ich will Deine Waare ſehen.

So halt' Er mich doch nicht unnöthig auf, ſagte Dore;wie will ich denn vor Nacht in die Stadt und wieder herein kommen?

Setz' ab und mach' auf! ich ſage es zum letz⸗ tenmal! herrſchte der Geſtrenge.

Zögernd und einwenig zitternd gehorchte ſie. Der Akzisinſpektor trat an den Korb, in welchem die ſchönſte gelbe Butter aus ſchnetweißen Linnen her⸗ vorleuchtete. Aber er ließ ſich durch dieſen Anblick nicht beſtechen, er fuhr mit der Hand unter das Tuch bis auf den Boden des Korbes.

Wahrhaftig! rief er,da liegen zwei Haſen. Siehſt Du, Wilddiebsdirne, jetzt ertapp' ich Dich! Nimm Deine Butter weg, daß ich die Haſen ans Licht ziehe und als Corpus delicti an mich nehme. Der Herr hier iſt Zeuge, und ich will Dir den Prozeß ſchon machen! Sicher weißt Du auch um den Kirchendieb⸗ ſtahl, mit dem ich mich nun ſeit ſechs Wochen her⸗