5
Olivenbäumen von Languedoe, als unter den Buchen und Tannen des Erzgebirges. Nun ſagt mir, wie tommt Ihr hieher und wohin wollt Ihr?“
„Wie Sie ſehen, trug mich dieß gute Thier hierher— ein prächtiger Kerl, nicht wahr? Es iſt ein Geſchenk unſerer Gräfin; ſie verehrte es mir, als ich mit ſeiner Hilfe ihren Sohn in der Rhone vom Ertrinken gerettet hatte.“
„Ah davon hat mir die Gnädigſte ſelbſt ge⸗ ſchrieben“— ſiel der Greis ein—„ſie war ganz voll von Eurer That, Magiſter, ganz voll, ich glaube, ſie läßt es nicht bei dem Pferde bewenden mit ihrer Dankbarkeit“—
„O ihrer Dankbarkeit hat ſie ſchon mehr als genug gethan, wenn ich Dank für etwas verdiente, was ich nicht laſſen konnte. So erweiſt ſie mir eben jetzt wieder eine Gunſt, die mich ihr zum größten Dank verpflichtet, indem ſie mich hierher ſendet, die Stelle des ſo ſchwer kranken M. Dietrich zu ver⸗ treten.“
„Wie? Was? ſeid Ihr bei Troſte, Magiſter? Ihr, der hochgelahrte Mentor eines hochgräflichen Telemach, der ſich zeither nur in der feinſten Sozietät beweget, und nur eben erſt aus dem luſtigen Frank⸗ reich kommt, wollt Euch in die miſerabelſten Wald⸗


