Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Zrhntes Capitel.

Der unerwartete Ausgang des Gerichtes wider Zäwis wirkte ſo nachtheilig auf das Gemüth des kranken Biſchofs, daß deſſen Krankheit einen höchſt gefährlichen Charakter annahm, der ihn an der weitern Verfolgung ſeines Opfers verhinderte. Der Herzog Nikolaus aber war Zeuge der Gerichtsverhandlung geweſen, und auf ihn hatten Libusa's Erſcheinung ſowie ihre Ausſagen einen Eindruck gemacht, nach welchem er zweifelte, ob die erhobene Anklage wirklich begründet geweſen. Bald auch nahm das ſichtbar herannahende Ende des Biſchofs ſeine ganze Theilnahme für dieſen in Anſpruch.

Zäwis erfuhr durch den zurückkehrenden Hroznata den Ausgang der Gerichtsverhandlung zu Olmütz. Die Schilderung von Libusa's Benehmen dabei erſchütterte ihn auf's tiefſte. Wenn nie vorher, ſo em pfand er es jetzt, daß er ſich um das höchſte Gut ſeines Lebens, um ſeinen guten Engel gebracht. Es war ihm ein geringer Troſt, daß Libusa ſich durch Zureden ihres Vaters und Hroznata's hatte bewegen laſſen, ihrem Sohne zu lieb die Schenkung des Gutes an der Thaha anzunehmen, und daß ſie ſich entſchloſſen, dahin mit ihrem Vater, Scarlatti und Jodok zu überſiedeln.