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Königin und den vaterländiſchen Angelegenheiten zuzu⸗ wenden. Hroznata ahnte noch nichts von Sezema's ge⸗ heimſter Abſicht, darum that er nichts, dem Einfluße deſſelben auf Zaäwis entgegen zu arbeiten. Sezema wußte, was in Zäwis von dem Stolze und den Anſprüchen ſeiner Sippe ſchlummerte, ſo fein und behutſam zu wecken, daß Zäwis ſelbſt nicht merkte, daß allmälig eine Wandlung ſeiner Denkweiſe vorging, daß vermeſſene Gedanken ſich in ſeine Seele ſchlichen, Träume von welt⸗ licher Hoheit und Macht, wie ſie ihn ſo nie vorher hatten einnehmen können. Freilich lag über dem Allen der Hei⸗ ligenſchein der Vaterlandsliebe und der Ritterpflicht für eine ſchuldloſe, bedrängte— und ſchöne Königin.
Bald war die Sehnſucht nach dem trauten Weibe zum hinſterbenden Flämmchen geworden, und es beun⸗ ruhigte ihn ſogar nur wenig, als der an ſie abgeſchickte Bote nicht einmal mit einer Nachricht zurückkehrte. Erſt als Sezema mit jenem Briefe an die Königin wieder nach Böhmen abgereiſt war, wendeten ſich Zäwis' Ge⸗ danken wieder mehr ſeinem Weibe zu und dem Kinde, das ſie ihm geboren und das er noch nie geſehen, und noch einmal ſiegte das Reinmenſchliche über die Mächte, die ſich in letzter Zeit in ſeiner Bruſt erhoben. Er ſandte noch zwei Boten zugleich an Libusa ab, mit der Nach⸗ richt von ſeinem zwar nicht mehr lebensgefährlichen, aber


