Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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könne; aber ſie mußte ſich den Umſtänden fügen. Auch ſchöpfte ſie Beruhigung aus einem Schreiben des Kaiſers, worin er ihr die wohlwollendſten Zuſicherungen freund⸗ ſchaftlichen Beiſtandes gab und ſeinen Wunſch ausſprach, das Band zwiſchen den beiden Häuſern ſobald wie möglich durch die Kirche geweiht und befeſtigt zu ſehen. In der Erfüllung dieſes Wunſches erkannte die Königin nunmehr den beſten Schutz ihres Erziehungswerkes gegen etwaige Eingriffe des brandenburgiſchen Vormundes, und ſo erſuchte ſie den Kaifer durch Sezema Ort und Zeit der Doppelvermählung zu beſtimmen.

Bald kehrte Sezema mit einem Schreiben zurück, in welchem der Kaiſer ihrem Geſuche auf das freund⸗ lichſte entſprach: er beſtimmte, daß die Hochzeit in vier Wochen in Iglau ſtattfinden ſollte. Als Sezema ſich ſeines Auftrages entledigt, bat er die Königin um Ur⸗ laub zur Reiſe nach Oeſterreich an das Krankenlager ſeines Vetters Zäwis. Sie wollte ihm mündliche Grüße auftragen, aber er bat ſie um ein paar huldvolle Zeilen. Sie bedachte ſich ein wenig es konnte ſo leicht zu einer Mißdeutung führen, wenn ſie die Bitte erfüllte aber Sezema wußte ihre Bedenken zu überwinden, und ſo ſchrieb ſie an Zäwis ein Briefchen, in welchem ſie ihm für ſeinenſchönen Brief und ſeinen guten Rath dankte, die innigſten Wünſche für ſeine baldige Geneſung aus⸗