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Die Kammerfrau wollte Näheres über Libusa's Vorhaben erforſchen, allein dieſe ſtand ihr keine Rede weiter. Sie verabſchiedete ſich und verließ eiligſt das Schloß.
In der Stadt zog ſie nähere Erkundigung über die Lage der Dinge, insbeſondere über die Bewegung der Freunde Zäwis', ſowie die Gegenbewegung ein, dann verſchaffte ſie ſich ein Pilgergewand und pilgerte in dieſem aus dem Wysehrader Thore der Gegend von Beneſchau zu, wo nach den eingezogenen Erkundigungen der Oberſt⸗ landmarſchall Bawor von Strakonitz ver Streitmacht der Freunde des Gefangenen unter dem Befehle ſeiner Brüder gegenüber ſtand.
Eine Stunde, nachdem Libusa Prag verlaſſen, zog ihre königliche Gebieterin in zahlreichem Geleite be⸗ waffneter Bürger in ihre Hauptſtadt ein. Sie hatte den vereinigten Aufſtand der Witkowetze und Rieſenburge mit ihrem Anhange erfahren, war aber durch ein Unwohlſein mehrere Tage in Pilſen zurückgehalten worden. In ihrer Hofburg angelangt, nahm ſie ſich kaum Zeit, ihre Kinder zu umarmen. Sie ließ eiligſt die vornehmſten Beamten des Reiches nebſt dem Bürgermeiſter von Prag auf die Burg beſcheiden, um mit ihnen Rath zu halten über die Mittel zur ſchnellen Beendigung des ausgebrochenen


