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Eine wilde Freude flammte in den Augen des Burgvoigts; er ließ die beiden Frauen ſtehen und eilte aus dem Zimmer.
Von einer furchtbaren Ahnung ergriffen, fragte Li⸗ busa Porzincula, was der Scharfrichter bei ihrem Bruder wolle.
„Es wird wohl wegen der gefangenen Verſchwörer ſein,“ gab die Gefragte zur Antwort; doch ſich beſin⸗ nend, daß ſie über Dienſtangelegenheiten ihres Bruders nicht plaudern ſollte, fügte ſie ſchnell hinzu:„Was weiß ich? Ich kümmere mich nicht um die Geſchäfte des Burg⸗ voigts— und Ihr ſollt es auch nicht thun... Was iſt denn zwiſchen Euch und meinem Bruder vorgefallen? Ihr habt geweint und er ſah ganz anders aus als ſonſt.“
„Euer Bruder hat mir ſeine Lebensgeſchichte er⸗ zählt, und ſie hat mich ſo tief gerührt,“ erwiderte Libusa.
„Da iſt ein Wunder an ihm vorgegangen,“ ſagte Porzincula;„er hat ſich noch keiner Menſchenſeele offenbart, ſeit er aus Verzweiflung in den Krieg gezogen. Ihr ſeid eine Hexe, Ihr müßt's ihm angethan haben wie mir.“
„Könnte ich ihn nur von dem Gram befreien, der ihn ſo unglücklich und ſo ungerecht gegen die Menſchen macht!“ äußerte Libusa.
„Ungerecht gegen die Menſchen, ſagt Ihr?“ ent⸗


