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verſchiedenen einzelnen Haufen und auf verſchiedenen Wegen gegen Prag. Auch Boreſch von Rieſenburg, von der Bewegung der Witkowetze in Kenntniß geſetzt, ver⸗ ließ Jaroslaw Sternberg's Lager und marſchirte nach der Hauptſtadt.
Aber das Gerücht war ſchneller als die kühnen Empörer. Als die Witkowetze noch drei volle Tagemär⸗ ſche von Prag waren, war man hier bereits von ihrem Anzuge unterrichtet. Die Bürger rüſteten zu entſchloſſe⸗ ner Vertheidigung der Stadt und ſchickten eine ſtarke Schaar aus ihrer Mitte der Königin entgegen, um ſie auf ihrem Rückwege von Pilſen gegen etwaige Angriffe der Empörer zu ſchützen. Der Oberſtburggraf ſandte Eil⸗ boten an die benachbarten Städte, ſowie an die dem König ergebenen Barone mit der Aufforderung, ſich män⸗ niglich wider die Aufrührer zu erheben. Der königliche Oberſtlandmarſchall Bawor von Strakonitz, König Ota⸗ kar's Schwiegerſohn von einer ſeiner illegitimen Töchter, organiſirte ſchnell aus den Bauern der umliegenden Do⸗ mainen und ſeinen eigenen Grundholden einen Land⸗ ſturm, mit dem er ſich dem Heere der Witkowetze und ihres Anhanges an der Sazawa entgegen ſtellte.
Libusa hatte die Abweſenheit der Königin nicht un⸗ benutzt gelaſſen, die Bekanntſchaft des Burgvoigts auf dem Hradſchin zu ſuchen. Sie war zu dieſem Zwecke zu


