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Zrhntes Canitel.
Mit Boreſch von Rieſenburg waren auch Sezema
von Wittingau und Ludmila von Mahrenberg nebſt Berchtold Schenk von Emerberg und dem Maler Scar⸗ latti nach Prag gekommen, welche erſterer in Lomnitz, dem Gute Ogers von Lomnitz, der ebenfalls zum Ge⸗ ſchlechte der Witkowetze gehörte, angetroffen hatte.
Das zärtliche Gefühl, welches Ludmila zu dem Maler zog, war nicht ganz dem finſtern Dämon ihrer Bruſt erlegen, aber es war auch nicht mächtig genug, denſelben zu überwinden. Sie wollte beiden genügen, indem ſie den Maler für ihre Pläne gewinnen und ihn dafür mit ihrer Gunſt belohnen wollte. Als ſie in Bud⸗ weis vernommen, daß Berchtold von Emerberg ihr ge⸗ folgt ſei, hatte ſie ſich erinnert, wie er gleich von allem Anfang auf ſie den Eindruck eines höchſt thatkräftigen Mannes gemacht; ſie hatte ſeines Benehmens und ſeiner Worte während ihres Scheintodes gedacht, und ſie wäre faſt erzürnt auf Searlatti geweſen, daß er den Ritter ihr nicht vorgeführt, von dem ſie faſt ſicher ſein konnte, daß er für den Preis ihrer Gunſt Alles thun werde, was ſie von ihm verlangte, während Scarlatti ſich be⸗


