Kv Vorbericht wohl jetzt um ſo mehr nothwendig, als die Zahl aͤhnlicher Buͤcher und beilaͤufiger Bemerkungen fuͤr und uͤber dieſelben ſeit den juͤngſten 5 Jahren noch geſtiegen iß.
Zu jenen gehoͤrt u. a. Mannes, J. A.,„„Erklaͤrtes und nach dem Alphabete geſtelltes Woͤrterbuch— enthaltend die gebräͤuchlichſten Worter und Redensarten, die im Deutſchen hei Kauf⸗ und Wechſel⸗Handel, bei Buchhalten, Briefwech⸗ ſel, in Zeitungen, Geſellſchaften und Rechtshoͤndeln vorzukom⸗ men pflegen.“ Elberfeld 1807, 12. und vor allen uͤbrigen, zum Theil namenloſen, Heyſe's(d. v. g.)„Kurzgefaß⸗ tes Verdeutſchungs⸗Wörterbuch der in unſerer Spra⸗ che mehr oder minder gebraͤuchlichen fremden Ausdruͤcke, nebſt der noͤthigen Erklärung. Wohlfeilere Ausgabe fuͤr Schulen und unbemittelte Geſchaͤftsmaͤnner bearbeitet.“ Bremen 1807. gr. 8. VIII und 435 S.(1 Rthlr. 8 9Gr.) Vor diefent, nicht etwa nur aus jenem groͤßeren ausgezogenen, ſondern neu geſtalteten, berichtigten und ſehr bereicherten Werke, ward auch, nicht unzweckmaßig, an d4lembert's Aeußerung erinnert:„Nichts iſt leichter, als uͤber das beßte Woͤrterbuch „eine Kritik zu machen, die zugleich ſehr richtig und ſehr „ungerecht iſt. Zehn ſchlechte und unvollkommene Artikel „Cunter den vielen, ungleichen), wobei man viel Aufhebens „machte, gegen tauſend gute, die man mit Stillſchweigen uͤber⸗ „geht, werden die Leſer taͤuſchen“ u. ſ. f. Uebrigens ward es unter uns immer allgemeiner und lauter anerkannt, daß fuͤr Maͤnner, die zu den gebildeten Staͤnden gehoͤren, ohne auf eigentliche Gelehrſamkeit Anſpruch zu machen, ſo wie fuͤr wohl⸗ unterrichtete Maͤdchen und Frauen, ein Worterbuch, welches uͤber die fremden Ausdruͤcke in unſerer Buͤcher⸗ und umgang⸗ Sprgche Auskunft giebt, ein unentbehrliches Handbuch ſey, zu wel guch der Schriftſteller und Gelehrte bisweilen nicht ungern ſeine Zuflucht nehme. Geſchichtliche Bemerkungen uͤber unſern Gegenſtand enthielten neuerlich die Fragmente über den Geiſt der deutſchen Literakur in der Bibliothek der redenden und bildenden Kuͤnſte, 4. Bd. 1. St. Leipzig 1807. S. 104. Einer traurig und la⸗ cherlich veranlaßten Erinnerung an Gefaͤhrlichkeit der Beibehaltung fremder Woͤrter in unſrer Mut⸗ terſprache folgten im Morgenblatte vom 29. Det. 1807 nachſtehende wiederholenswerthe Bemerkungen:„Uns Deutſchen kann man den Vorwurf einer ubertriebenen Vor⸗ liebe fuͤr unſere Mutter⸗ und Landes⸗Sprache nicht machen, wohl aber einen andern, der Bequemlichkeit⸗Liebe, welcher es zuzuſchreiben ſeyn ſoll, daß wir ſo manches Wort aus frem⸗ dem Eigenthume geborgt haben. Es gnuͤgt uns, verſtanden zu werden, gleichviel wie?“
„Ruͤſtige Maͤnner laſſen ſich's eifrigſt angelegen ſeyn, die vaterlaͤndiſche Sprache zu ſaͤubern und die Fremdlinge in der⸗


