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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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ben. Wie ich zur Herrſchaft zurückkam, fand ich zu meiner großen Freude die Frau ſitzend, wenn auch mit verbundenem Kopf, ihr Kind im Arm an ihren Mann angelehnt. Mein Wa⸗ werle und die Hebamme ſaßen ihnen zu Seiten. Hinter dem Herrn ſtand der Mauſchel. Er hatte, wie ich nachher erfuhr, die Kindsmagd heraus⸗ getragen und dem Wuudarzt von Zeisdorf über⸗ geben, der unten am Bach Belebungsverſuche mit ihr anſtellte, die auch glücklich gelangen. Wie mich der Herr kommen ſah, war ſein erſtes Wort: Wird ein Menſch vermißt? Niemand, ſagte ich.Aber, wo iſt meine Mutter? fragte die Frau. Ich beruhigte ſie mit der Verſicherung, daß ſie bald hier ſein werde.Nun ſprich, Mauſchel! ſagte mein Herr zu ſeinem Hinter⸗ mann,was wollteſt Du denn ſagen?

Was ich wollte ſagen? antwortete der Mau⸗ ſchelach, Herr! wenn Sie doch wollten hören auf den Mauſchel! wenn Sie ihm doch folgen wollten!Nun, worin ſoll ich Dir denn folgen? fragte mein Herr.Von hier fortziehen ſollen Sie, ſollen Alles machen zu