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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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wie wir in den Hof traten, wollten wir unſern Augen nicht trauen, denn eine Ehrenpforte von lauter Roſen verkleidete die Thür; es war wie ein Hexenwerk. Der Mauſchel war der Hexen⸗ meiſter. In der Hausflur ſtand er und grinſete uns entgegen, als wäre er ſelber Kindtaufgeber. Und als müßt' es ſo ſein, nahm er der Heb⸗ amme den Täufling ab und trug ihn hinauf in's Wochenzimmer. Die Gevatterſchaft folgte ihm dahinz aber der große Schweif der Gäſte mußte in den untern Zimmern bleiben. Da ging's nun oben und unten gar munter her. Die Kindeseltern waren überall und ſahen, wo es fehlte, und goſſen Sl in's Freudenfeuer. Da war denn auch Alles ſo guter Dinge, als gäb' es keine böſen Menſchen in der Welt, ab⸗ ſonderlich keine böſen Schwäger. Ich habe wohl an ſie gedacht, aber die Herrſchaft machte bald, daß ich darauf vergeſſen mußte.

Denkt Euch nur, wie unten im Hof eben zur Tafel geblaſen wird, geht bei uns oben die Thür auf und hereintreten Arm in Arm die Leipziger Paſtorin mit dem Zeisdorfer Pater,