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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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ſatteln und iſt ſpornſtreichs über Wieſen durch die Eger geſprengt, drüben über Berg und Thal nach W. Die Nachricht des Boten iſt nur zu wahr geweſen. Rahel's Mutter, welche unſer Foſef von der Familie allein angetroffen, hat vorge⸗ geben, ihre Tochter habe ſich ſelbſt eines Beſſern beſonnen und um der Sache ſchnell ein Ende zu machen, ſich zu fernen Freunden begeben, wo ſie bleiben werde, bis die beiderſeitigen Wunden bernarbt wären. Joſef iſt damals noch nicht im Beſitz der Ruhe geweſen, die ich an ihm ſo ſehr bewundern mußte, er hat der Alten nicht geglaubt, hat getobt, gedroht, ja ſich ſo weit vergeſſen, daß er ſie mit gezücktem Meſſer zwin⸗ gen wollen, ihm den Aufenthalt ihrer Tochter zu verrathen. Da hat das Weib geſchrieen: Gott Abrahams, nimm auf meine Seele, hab' ich doch gerettet die Seele meines Kindes vor den Goim! Das hat dem Joſef die Hand gelähmt er iſt aufgeſprungen, zur Thür, zum Hauſe hinaus geſtürzt, auf ſein Roß ge⸗ ſtiegen und heimgeritten aber nur, um den andern Morgen wieder fortzureiten auf lange,