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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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dem hübſchen Bauernhaus erſpart. Man nannte ihn nur den alten Daniel. Dem lockte ſie das Geheimniß ab, und jetzt kann's alle Welt wiſſen.

Da drüben im Liſengebirge, das mit ſeinem mitternächtigen Fuße ſich in der klaren Eger badet, und das zwiſchen ſeinen laubbekleideten Höhen gar liebliche Thäler mit lachenden Dörf⸗ lein birgt, liegt auch das große Dorf W. Darin leben viele Juden. Unter dieſen iſt auch ein großer Getreidemäkler Namens Joſel geweſen, mit dem hat der Herr Joſef Schmiedel ſo hieß mein Meiſter in Geſchäftsverbindung geſtanden, denn er trieb ſtarken Getreidehandel nach Sachſen. Schon oft war er von dem Juden zum Beſuch eingeladen worden, hatte es aber von einer Zeit auf die andere verſchoben, bis endlich der Sohn des alten Joſel Hochzeit gemacht; da hat er dem Drängen Beider ſich nicht mehr entziehen können. Er iſt nach W. gegangen und hat ſein Herz drüben verloren. Das wäre nun recht gut geweſen, denn der Herr Joſef war damals freiledig, ſechsundzwanzig Jahr alt und reich aber das Mädchen, das er