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werden. Da heirathete unſere Hausmagd einen Bauer aus Wernsdorf, und es zog eine neue an— mein Wawerle. Es war eigentlich des Müllers Tauf⸗ und Firmel-Pathe, wie denn faſt halb Zeisdorf und Wernsdorf ihn zum Pathen hatte; es verging faſt keine Woche, wo er nicht einen Gevatterbrief bekam— ich habe ſie einmal gezählt, denn er hob ſie auf, und da fand ich ihrer in's neunte Hundert beiſammen, es ſtak ein kleines Bauergut drin, denn unter einem Dukaten band er niemals ein und dann machte er's nicht wie andere reiche Pathen, die ſich nach der Taufe den Teufel um ihr Pathchen ſcheren, ſondern bei den armen ſorgte er, daß was Ordentliches aus ihnen wurde. So hatte er auch für das Wawerle das Schulgeld gezahlt, ſie in der Kleidung unterhalten und nach der Schule in Saaz das Nähen und Kochen lernen laſſen; nun kam ſie mehr als eine Art Wirthſchaftsjungfer, denn als Hausmagd zu ihm. Das war mein Glück; denn von der erſten Stunde an liebte ich das Wawerle, und die Liebe wirkte Wunder. Ein Blick von ihr, ein freundliches Wort machte mir jede Ar⸗
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