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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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ich die Uhr aus der Taſche und hing ſie wieder an ihren Ort. Darauf hieß er mich meinen Berliner Koffer ablegen und niederſitzen. Ich that's, aber wie ein armer Sünder, der ſich auf den Richtſchemel ſetzt. Er ſetzte ſich mir gegen⸗ über, ſtemmte ſeine Hände auf die Knie und ſchaute mich an. Ich wünſchte, er möchte mich lieber mit dieſen gewaltigen Händen zu Boden ſchlagen und jämmerlich durchbläuen, als dieſe klaren, tiefen Augen ſo ruhig auf mich heften. Endlich ſagte er:Ich ſah vom Walde aus Dich über meine Schwelle ſchreiten; ich ließ es geſchehen, ohne Dir ängſtlich nachzuſtürzen. Du konnteſt ja trotz Deinem lumpigen Ausſehen eine ehrliche Haut ſein, und da würdeſt Du ſchon gewartet haben, bis Jemand gekommen wäre täuſchte ich mich aber in Dir, nun ſo war es beſſer, ich erwiſchte Dich, als daß Du

früher oder ſpäter in die Hände der Juſtiz fieleſt..

Du weißt wohl, was Dich erwartete, wenn ich Dich dieſer übergäbe? Jedenfalls das Zucht⸗ haus. Davor wollt' ich Dich behüten, weil das wahrſcheinlich den Schelm in Dir vollends fertig