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Vor fünfzehn Jahren— erzählte uns der „Mühl⸗Franz“— da war die Mühle nicht in dem Stande, wie heute. Damit ſoll nicht ge⸗ ſagt ſein, daß es ſchlechter damit geſtanden hätte — im Gegentheil: mein Vorfahr war ein rei— cherer Mann als ich und auch ein beſſerer und geſcheidterer Mann, der Gottes Segen zu nützen verſtand wie Einer. Ich meine mur: die ſteiner⸗ nen Gebäude ſtanden damals noch nicht, ſondern.
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es war Alles noch von Holz, mit Schindeln, zum
Theil gar mit Stroh gedeckt. Sonſt war es
ſauber wie heut, die Sauberkeit in Haus und. Hof iſt nur ein Erbſtück von meiner geweſenen Herrſchaft. Denn mein Vorfahr war eigentlich mein Dienſtherr, ich nur ſein Mühlknapp, oder wie ſie draußen am Rhein ſagen: ſein Mühl⸗


