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„O ſo iſt Dein Werk gelungen? ſo iſt Alles wohl abgelaufen?“
„Alles wohl abgelaufen,“ verſicherte der Mann; „kommen Sie, Herr Graf, mit in meine Hütte!“
Er zog ihn an der Hand in die kleine, dürftige Wohnung. Die Frau verriegelte die Hausthür und hieß dann den fremden Gaſt, den Geretteten ihres Gatten, herzlich willkommen.
„Jetzt, Frau, gieb uns vor Allem etwas zu eſſen, denn wir ſind hungrig.“
„Da ſieht es nun freilich ſchlimm bei mir aus,“ antwortete die Frau;„für Dich habe ich wohl ein Stück Haferbrod und Käſe, aber für den gnädigen Herrn habe ich gar nichts.“
„Nun der Herr Graf macht aus der Noth eine Tu⸗ gend und ißt mit mir Brod und Käſe.“
„Das verſteht ſich,“ beſtätigte Camillo.
Die Frau ging und brachte einen halben Laib ſchwarzes Haferbrod— ach, es war ihr letztes— und eine Quarkkäſe mit zwei Meſſern.
Die beiden Männer zogen ihre durchnäßten Mäntel aus und ſetzten ſich zum Eſſen.
Die Frau ſchob ein Bündel Reißig in den Ofen und ſetzte ſich wieder an ihre Arbeit. A1859. XX. Die Malerin von Dresden. 16
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