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und Schutz bei Ihnen ſuchen, bis ich käme, ſie abzu⸗ holen.“
„Um dieſer willen ſuchen wir eben Doris auf, denn ſie ſind die Gefangenen, von denen wir ſprachen,“ ſagte der Magiſter und erzählte den Vorfall von vorhin.
„So haben ſie ſie doch noch in ihre Klauen bekom⸗ men, denen ich ſie ſchon einmal entriß,“ äußerte der Graf, als der Magiſter ſchloß.„Hören Sie, was mir mit dem armen Kinde begegnete. Um etwas Genaues von der Affaire bei Zorndorf zu erfahren, ging ich nach Tiſche in die Weinſtube von Seconda am Altmarkt, wo meiſt preußiſche Offiziere verkehren. Ich fand dort den zwar äußerſt preußiſch⸗geſinnten, aber ebenſo gelehrten Haupt⸗ mann von Archenholtz, mit dem ich öfter bei meiner Mut⸗ ter zuſammengekommen bin. Zu dieſem ſetzte ich mich und unterhielt mich mit ihm. Wie wir eben in der lebhaf⸗ teſten Unterhaltung ſind, tritt ein junges, bildſchönes Mädchen mit einer Zither an der Hand eines blinden Greiſes ein und bittet um die Erlaubniß zu ſpielen. Die Erlaubniß ward gern ertheilt, und das Kind ſpielte und ſang zu Aller Ergötzen. Die wundervolle Schönheit des Mädchens noch mehr, als ihre Stimme, zog alle Augen auf ſie. Unter den Gäſten befand ſich auch der Platzmajor von Retzow mit ſeinem geheimen Agenten, dem berüch⸗ tigten Menzel. Dieſe Beiden verwandten kein Auge von


