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Der schwarze Christoph : romantische Erzählung aus Schlesiens Vorzeit / von Carl Wilhelm Peschel
Entstehung
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Ghriſtoph, der Augenzeuge dieſer Scene

war, hatte bis jetzt in ſtummer Wuth mit ver⸗ zweiflungsvoller Reſignation dageſtanden, aber

nun rief er dumpf:So waren denn doch meine

Traͤume von Lebensgenuß und irdiſcher Gluck⸗

ſeligkeit eine bloße Lüge! Könnte ein großer

Suͤnder noch umkehren, wahrlich! ich wuͤrde

es jetzt! Aber weg, weg mit dem freundlichen

Büde; in der Wagſchale des Richters lie⸗ gen die blutigen Locken des ermordeten Vaters.

Er verſank wieder in ſein ſtummes Hinbruͤten, 5

warf dann einen flammenden Blick auf die

Gluͤcklichen und murmelte zwiſchen den aufein⸗ ander gepreßten Zaͤhnen:Es iſtein Gott!

Angilmann ſah den Reuigen mit einem

Blicke des Mitleidens an, und ſagte ſanft zu

ihm: Sey auch Dir Gott gnaͤdig in Deiner Todesſtunde! Darauf richtete er ſich an ſeine Begleiter:Nehmet den Hauptmann und die Bande, fuͤhret ſie nach Liegnitz, der Herzo ſpreche ihr urtheil*)3 die Ruberburg sber

4 6 Der ſchwarze Chriſtoph ward Snt 1512 in kiegnis⸗