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Georg wußte, daß er hier nicht unter Da
nern ſtand: ein zarteres Auftreten und ſich gebehrden 3
war ihm mit dem Frauenzimmer eigen; darum war er auch von Frauen und Maͤdchen uͤberall wohl ge⸗ litten. Nach den erſten gegenſeitigen Begruͤßungen baten ihn die Schweſtern, von ſeinen Zuͤgen zu er⸗ zählen. Er that es, und ſprach mit Begeiſterung von dem Ruhm, den ſich das Regiment in dieſer oder jener Schlacht erworben; ſeiner ſelbſt erwaͤhnte er gar nicht.„Von ihnen wollen wir hoͤren,“ ſagte Maria ungeduldig.—„Ich war der ſchlechteſte Mann unter dem ganzen Regiment,“ ſprach Ge⸗ org.—„Die Medaille ſtraft Sie Lugen, Herr Wacht⸗ meiſter!“ bemerkte Eliſabeth.— Georg wurde roth, und ſprach:„Es war im Grunde ſehr unnoͤthig, mir das Ding anzuhaͤngen; denn ich ſtand, wie die Andern, unter der Fahne, und die Fahne hat die Medaille, das ganze Regiment hat die Medaille! der Einzelne ſoll ſie nicht haben.“ Dann aber wurde er auf einmal weich, die Augen gingen ihm uͤber, und er rief:„Nein, nein! ich will ſie in Ehren halten, hab' ich ſie ja doch aus den Händen unſers braven Obriſten. Es war das vorletzte Mal, daß er uns in die Schlacht fuͤhrte. Der hat das rechte Ende ge⸗
nommen— ich gönne es ihm von Herzen, wenn es
auch mir nicht ſo gut geworden iſt.“ Maria verlo keine Sylbe von dem, was der Dragoner ſprach,t 13*


