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Erzählungen / von Josephine von Perin, geb, Freyin von Vogelsang ; mit einem Kupfer von Ludw. Schnorr und Fr. Rosmäßler
Entstehung
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wird ſich nichts geben,“ ſprach die klugere An⸗ na;„ſie mag ihn einmal nicht, und haſt du von Maria ſchon erlebt, daß ſie in irgend etwas ihren Sinn geaͤndert hätte 7... Es iſt, Gottlob! ihr Sinn nach nichts Boͤſem gerichtet; doch was er einmal erfaßt, das halt er feſt fur alle Zeit.“

Des andern Tages kam Sebaſtian, die Ant⸗ wort, oder vielmehr, wie er nicht zweifelte, das Ja⸗ wort abzuholen. Er konnte nicht begreifen, daß Ma⸗ ria Bedenken trage, ihn zu heirathen; doch als es ihm zu deutlich geſagt wurde, um es jetzt noch nicht zu verſtehn, meinte er, ſie ziere ſich nur ein wenig, und das muͤſſe man jeder Braut zu gute hal⸗ ten; es ſey ſo Sitte.„A propos,“ ſprach er, als Maria nun mit in dem Kreiſe ſaß,„mein Bru⸗ der, der Dragoner, iſt gekommen.“—„Der Georg!“ rief Eliſabeth,„iſt der nach zehn Jahren wieder einmal da? Wie ſieht er denn aus?“—„Wie ſollt' er ausſehn?“ erwiederte Sebaſtian;„natuͤrlich recht verwildert, wie ein Menſch der im Kriege war und ſo viel in Wind und Wetter, Staub und Sonne herum gekommen iſt. Er wuͤnſcht die alte Bekannt⸗ ſchaft zu erneuen, und wird, mit ihrer Erlaubniß, bald da ſeyn. Mamſell Marie ſoll nur nicht vor im erſchrecken; er hat einen großen ſchwarzen Schnurr⸗ bart; aber die Uniform ſitzt ihm gut, und die goldene WMedaille hat er auch.“—„Was iſt das?“ fragte

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