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Beiden Angela verlaſſen, als Carlo zuruckkehrte. Sie allein zu finden, welch ein unverhofſtes Gluͤck! Doch ſchien es zentnerſchwer auf ihm zu liegen, und Blick und Zunge waren gelaͤhmt. Angela begruͤßte ihn mit ruhiger Freundlichkeit, und ſagte ihm, warum er Scipio und Bianca nicht bei ihr ſehe.„Laßt Eure Gemahlin, die Euch in der eigenen Wohnung anzu⸗ treffen glaubt, nicht uͤber euch in Sorgen,“ fügte ſie hinzu.—„Da Ihr durch mein Verſchulden allein ſeyd, muß ich hier warten, bis Seipio Euch wieder⸗ kommt.“—„Aber Bianca harrt Eurer mit Angſt, und ich erwarte Scipio mit ruhiger Zuverſicht; ich weiß, er ſaͤumt nicht lange!“— und ihre Zuge belebte das Bewußtſeyn ſeiner Liebe mit der Freude Strahl.— Carlo betrachtete ſie lange ſchweigend, und ſprach dann:„Ihr ſeyd alſo ganz gluͤcklich, Angela?“ —„Ich bin Scipio's Gattin, und Ihr fragt?“ er⸗ wiederte ſie mit Stolz.—„Eben weil Ihr ſein ſeyd, muß ich zweifeln,— armes, bethoͤrtes Kind! — Geht nach Verona, und fragt dort wen immer, und Ihr werdet erfahren, ob Ihr ſeine erſte, ſeine einzige Liebe ſeyd.“—„Ihr werdet, da Ihr ſo ge⸗ nau unterrichtet ſeyd, auch wohl dieſen Ring ken⸗ nen,“ ſprach Angela, und hielt ihn dem beſturzten Carlo vor die Augen.—„Euch aufgeopfert alſo!“ —„Nicht mir, wenn Euch der Gedanke mißfällt, der Liebe, der Wahrheit!“—„Und dafur,“ ſprach


