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Erzählungen / von Josephine von Perin, geb, Freyin von Vogelsang ; mit einem Kupfer von Ludw. Schnorr und Fr. Rosmäßler
Entstehung
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11 nicht einmal ein Schatten geworden war.O, rief ſie mit Thraͤnen,der Himmel hat in deiner unſchuld Schlummer fuͤr die Erfuͤllung der noch nicht

aufgekeimten Wuͤnſche deines Herzens geſorgt,

was ich mit Ungeſtuͤn von ihm verlangte, mußte er mir verſagen! Angela, ich bin ſehr unglcklich! Könnte ich nur mit Kaͤlte den Liebloſen ſtrafen, doch er ſcheint mir edel und gut, wie dir dein Scipio, und keine Tugend fehlt ihm, als die Liebe! Sie kann nicht immer fehlen, ſprach Angela, nein, er wird dich lieben, er muß dich lieben, denn er muß es fuͤhlen, wie treu und gut du biſt. Aber die Troſtloſigkeit verſchwand nicht aus Bianca's Zuͤ⸗ gen, und ſie ſprach:Es ſteht ein fremdes Bild zwiſchen ihm und mir!Du glaubſt?Nicht

nur glaube ich, ich weiß! Doch wer ſie ſey, und

wo und wann er ſie geſehen, bleibt mir verborgen. Bringt er viele Stunden außer dem Hauſe

zu?Selten eine.Schreibt er oft? Nur an ſeinen alten Vater.Und wie fuͤlt er die Tage aus? ſprach Angela verwundert. Weiß ich es? ſeh' ich ihn? erwiederte ſeufzent Bianca.Carlo verbirgt ſich in die Dunkelheit ſei⸗

ner faſt immer verſchloſſenen Gemächer; ſchon oft

haben Unruhe und Sehnſucht mich bis zu ſeiner

Thure getrieben, und als ich bebend davok ſtand, hörte ich ihn leiſe weinen, und einmal vernahm ich