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Kraft ſtreben, deiner werth zu werden, denn ich fuͤhle, wie viel du biſt, und wie wenig, ach, wie gar nichts ich bin!“—„Engel der Unſchuld und Liebe!“ rief Seipio und verhuͤllte das Geſicht,„laß ab, ich er⸗ trage es nicht!“—„Ja, zu viel Gluͤck iſt auch Schmerz!“ ſprach Angela.—„Wahr!— doch, Ge⸗ liebte, du verſtehſt mich nicht. O Angela! ich muß dein ſanftes Herz verwunden, den reinen Himmel deiner Unſchuld truͤben.—— Siehe! ich Thor waͤhnte zu lieben, eh' ich dich geſehen, und ein an⸗ deres Weib lag vor dir an meiner Bruſt.“ Angela wand ſich ſchluchzend aus Scipio's Armen.—„Und
wenn dein und mein Herz darͤber brechen ſollten,
du mußt es hoͤren—— ein ganzes Jahr hielt mich jenes Weib in ihren Banden—— und nicht ganz⸗ lich abgeworfen hatte ich ſie, als ich hieher kam, aber dein erſter Kuß hat mich gelaͤutert, geſtarkt, erhoben, du haſt mich nicht allein begluckt, Engel! du haſt
mich gerettet!“—„Ich faſſ' es nicht,“ ſprach An⸗
gela ſanft,„daß du nicht immer mein warſt, doch weil wir uns gefunden, können wir, wenn wir auch wollten, denk' ich, nimmermehr von einander laſſen!“ —„Angela! ich hatte dem Prieſter gebeichtet, er hatte mich losgeſprochen von der Suͤnde, und doch fand ich keine Ruhe—— kannſt du mir verzeihen?“ „Vergeſſen will ich und mehr als je dich rier
laß mich nie ſie ſehn, nie von ihr horen
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